Landtagskandidatin Judith Serwaty zum Krieg in der Ukraine

Judith Serwaty

Als ich von dem Krieg in der Ukraine bewusst Kenntnis genommen habe, stellte ich mir die Frage, welchen wichtigen Moment ich verpasst habe, der ein solches Handeln rechtfertigt.

Wiedermal war es just die bloße Gier nach Macht, die ausreicht, um massenhaft Menschen zu opfern, zu traumatisieren, Familien zu entzweien und zu vertreiben. Diese Ungerechtigkeit!

Es macht mich traurig und wütend und ich möchte helfen.

Ich denke jedoch, dass das Zeichen unserer jetzigen Bundesregierung nicht das Richtige ist.

Die Sanktionen gegenüber den Oligarchen und vertrauten Putins kann ich mit vertreten, aber nicht die Aufrüstung der Bundeswehr. Dieses setzt meiner Meinung nach das falsche Signal.

Die Gefahr den Krieg dadurch weiter anzuheizen ist zu groß.

Unsere Aufgabe muss es sein den fliehenden Obdach zu gewähren, ihnen bei Bedarf ein neues Zuhause zu geben, die Ukrainer bei der Versorgung mit dem Nötigsten zu unterstützen und gegenüber Russland/Putin müssen wir Gesprächsbereitschaft signalisieren und versuchen zu vermitteln.

Der Weg des Friedens ist der einzig zielführende, um unsere Welt, unser Klima und die Menschen zu schützen.

Auch wenn dieser Weg mit größter Überwindung gegangen werden muss und er sich unehrenhaft anfühlen mag, so ist es der richtige Weg um großes Leid zu verhindern.

Wir dürfen nicht in alten Mustern verharren und rudimentären Heldenbildern hinterherjagen.

Es ist Zeit vernünftig zu sein!