Die beiden Männer am Galgen

Die Geschichte der beiden Männer am Galgen in Roth bei Eitorf ist eine faszinierende Sage, die sich in der lokalen Überlieferung mündlich überliefert hat. Diese Geschichte entführt uns in eine Zeit, in der die Gerechtigkeit auf drastische Weise durchgeführt wurde und der Galgenplatz in Roth Zeuge einer dramatischen Wendung wurde.

Die Hauptakteure dieser Geschichte waren zwei Männer, von denen einer den Namen Nöl trug. Doch ihre Schicksale sollten sich grundlegend unterscheiden. Einer der Männer hatte sein Leben geändert, sich bekehrt und die Strafe akzeptiert, die ihm bevorstand. Der andere hingegen blieb hartnäckig und unwillig, seine Taten zu bereuen.

Als der sture Mann schließlich den entscheidenden Schritt auf die Schafott-Treppe wagte, nutzte er die Gelegenheit, um eine eindringliche Botschaft an die versammelte Menge zu richten. Seine Worte hallten über den Galgenplatz: “Wer keinen Hund halten kann, der halte sich ein Hündchen.”

Im nächsten Augenblick hing der Mann leblos am Galgen. Die Leichname der beiden Männer blieben am Galgen hängen, bis sie von den Vögeln gefressen wurden.

Quelle: “Neue Bergische Sagen”, gesammelt von Otto Schell, erschienen 1905 in Elberfeld.

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