Der mysteriöse Reiter am Guckstein (Drachenfels)

Der Drachenfels, ein majestätischer Berg am Rhein, ist nicht nur für seine atemberaubende Aussicht und seine reiche Geschichte bekannt, sondern auch für eine unheimliche Sage, die sich um seinen Gipfel rankt. Auf der unteren Abdachung des Drachenfels steht ein Kreuz, das von den Einheimischen oft als der “Guckstein” bezeichnet wird.

Doch was diesen Ort besonders geheimnisvoll macht, ist die Erscheinung eines Reiters, der sich nachts, vor allem im Herbst, auf den Weg zur Spitze des Drachenfels zu machen scheint.

Die Geschichte beginnt mit einem armen Eseltreiber, der eines Nachts diesem mysteriösen Reiter begegnete. Als der Reiter an ihm vorbeisauste, hörte der Eseltreiber, wie ein Hufeisen vom Pferd fiel und bis in seine Nähe rollte. Neugierig und fasziniert zugleich bückte er sich, um das Hufeisen aufzuheben. Es kam ihm außergewöhnlich schwer vor, und er beschloss, es mit nach Hause zu nehmen und genauer zu untersuchen.

Bei Kerzenschein begutachtete er das Hufeisen und war erstaunt über seinen Fund. Es glänzte hell und war aus einem Metall, das er nicht kannte. Neugierig auf seinen Wert, machte er sich auf den Weg nach Bonn, wo ein Goldschmied das Hufeisen begutachtete. Zu seiner Überraschung stellte der Goldschmied fest, dass es sich um reines Gold handelte und bot ihm einen beträchtlichen Preis dafür.

Das Hufeisen erwies sich als äußerst wertvoll, und der Eseltreiber verkaufte es. Dieser unerwartete Reichtum veränderte sein Leben dramatisch und brachte ihm eine bequemere Lebenslage.

Quelle: Montanus-Waldbrühl, Vorzeit I, S. 4

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