Bonner Ostermarsch 2021: Gerechten Frieden schaffen – weltweit solidarisch!

Nein zu Aufrüstung, Waffenexporten und Krieg!

Mit einer Demonstration und Kundgebung am Ostersamstag, 3. April wollen zahlreiche Bonner Gruppen und Persönlichkeiten ihre Forderungen für eine konsequente Friedenspolitik auf die Straße bringen. Ihre Motivation: „Im Schatten von Corona werden europa- und weltweit militärische Konflikte und Kriege ausgetragen – mit ungezählten Opfern. Waffenexporte erreichen neue Rekordhöhen. Das Ergebnis: Tod und Zerstörung, Hunger und Flucht, Elendslager und Ertrinkende an Europas Außengrenzen.“
Die Bonner Ostermärsche, veranstaltet vom Musikensemble Hand-in-Hand, hatten seit ihrem Beginn 2014 stetig an Zuspruch gewonnen und wurden von einem wachsenden breiten Bündnis lokaler Kräfte vorbereitet. 2020 wurden wegen des gerade begonnenen Lockdowns aber selbst geringste Formen eines Ostermarsches untersagt.
In diesem Jahr wird der Ostermarsch mit wohldurchdachtem Sicherheits- und Hygienekonzept stattfinden, natürlich mit Maske, Abstand, und ohne gemeinsamen Gesang.

Auch gedanklich bezieht sich der Bonner Ostermarsch auf das prägende Thema des letzten Jahres:
„Unsere Erfahrungen auch im Jahr 2020 haben uns deutlich vor Augen geführt: Die Bedrohungen der Menschheit sind nicht militärisch zu lösen. Die Bedrohungen der Menschheit heißen Klimakrise, Hunger und Pandemien – Resultate einer ungehemmten profit- und wachstumsorientierten Produktionsweise. Und diese Bedrohungen wachsen zusätzlich, wenn Milliarden in militärische Aufrüstung fließen statt in das Gesundheitswesen, in Bildung, in die Energiewende und den schonenden Umgang mit allen Ressourcen investiert zu werden“, heißt es im Aufruf zum Bonner Ostermarsch.

Um rund 600 Teilnehmerinnen die Gelegenheit zu geben, ohne Risiko für die Gesundheit zu demonstrieren, wurde die Kundgebung vom Friedensplatz auf den größeren Münsterplatz verlegt. Dort beginnt die Kundgebung mit Liedvorträgen und Redebeiträgen um 15:30 Uhr. Der Demonstrationszug startet um 14 Uhr am Rheinufer in Beuel. Ab 13:30 Uhr stellen sich die Ostermarschiererinnen in zwei langen parallelen Linien auf.
Dass der Sicherheitsabstand jederzeit eingehalten wird, soll das mitgeführte lange Band gewährleisten, das jede/r hält.
Ohne Zwischenstopp bewegt sich der Demonstrationszug in gleichmäßigem Tempo über die Brücke und die Oxfordstraße zum Münsterplatz.
Weil Rufe und Sprechchöre unterbleiben sollen, werden die Teilnehmer*innen gebeten, ihre Forderungen auf selbstgefertigten Plakaten und Umhängeschildern deutlich zu machen. Die Demonstration wird durch mehrere mobile Lautsprecheranlagen begleitet.

Mit dem Bonner Ostermarsch soll nach dem monatelangen erzwungenen Stillstand ein erstes großes Zeichen für die drängenden politischen Auseinandersetzungen dieses Jahres gesetzt werden. Die Forderungen des Bonner Ostermarschbündnisses:„Wir fordern eine Abkehr vom militärischen Denken und Handeln!
Das ist auch unser Auftrag an die nächste Bundesregierung:
Ernsthafte Schritte zur Abrüstung. Nein zum 2%-Aufrüstungs-Ziel der NATO. Abzug der Atomwaffen aus Büchel (Eifel), Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO und voller Einsatz für Abrüstungsabkommen. Keine bewaffneten Drohnen. Stopp von Rüstungsexporten. Umwandlung von Militärbündnissen in zivile Sicherheitsbündnisse, die EU darf nicht weiter militärisch aufgerüstet werden.

Weiter fordern wir:

  • Verstärkte Unterstützung internationaler humanitärer Organisationen zur Sicherstellung
    von Gesundheit und Versorgung Hilfebedürftiger und Geflüchteter.
  • großzügige Aufnahme von Schutzsuchenden. Schaffung sicherer Flucht- und
    Migrationswege, das Sterben im Mittelmeer und das Elend der Lager an den EUAußengrenzen stoppen!
  • Solidarität und gerechte Handelsbeziehungen mit den von Krieg, Armut und
    Umweltzerstörung besonders betroffenen Ländern.
  • Stärkung des solidarischen Miteinanders, auch durch gesetzliche Sicherung von
    armutsfesten Löhnen, bezahlbaren Mieten und ein existenzsicherndes Grundeinkommen.
    Frieden und soziale Gerechtigkeit weltweit – dafür lasst uns streiten!“