Vietnamgift: Als die Ruppichterother Wälder vergiftet werden sollten

 Nachtrag vom 10.08.2017: Wie Telepolis berichtet, sind in den USA Berichte veröffentlicht worden, nach denen die Chemieindustrie in Zusammenarbeit mit den Umweltbehörden die Gefährlichkeit der im Artikel genannten Stoffe über Jahrzehnte verharmlost hat. Die Geschichte erinnert sehr an die heutige Diskussion um Glyphosat.

Im Jahr 1977 erwirkte ein forstwirtschaftlicher Betrieb mit Sitz in der Gemeinde Ruppichteroth ein Gerichtsurteil von dem OVG Münster, welches den Einsatz des Herbizid Tormona von Hubschraubern aus auf einer Waldfläche von 28 Hektar im Gemeindegebiet Ruppichteroth erlaubte.

Von diesem Zeitpunkt an, bis zum Anwendungsverbot der Substanz im Jahr 1988 war es grundsätzlich legal das Herbizid in NRW per Hubschrauber auszubringen.

Beim Herbizid Tormona, auch bezeichnet als T-Säure, Trichlorphenoxiessigsäure oder 2,4,5-T, handelt es sich um einen der Hauptbestandteile des im Vietnamkrieg eingesetzten Agent Orange. Langfristig problematisch ist es vor allem wegen seiner Verunreinigung mit Dioxin 2,3,7,8 Tetrachlord[i]benzoparadioxin, kurz TCDD.

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