Parteienbündnis will Verantwortlichkeiten in Sachen Colonia Dignidad aufklären

vlnr M.Otter, M.Lehmann, A. Moersch, M.-L. Streng, F. Kemper

Die Colonia Dignidad erreichte weltweite traurige Bekanntheit. Es wurde im Namen des Glaubens gemordet und gefoltert. Ihren Ursprung hatte die Sekte im Rhein-Sieg-Kreis. Bekannt ist, dass der ehemalige Siegburger Bürgermeister und spätere Bundestagsabgeordnete Adolph Herkenrath (CDU) zu den Unterstützern der Foltersekte gehörte.

Eine wirkliche historische Aufarbeitung der Verantwortung fand jedoch, unseres Wissen nach, nie statt.

Michael Otter, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag dazu :“Wir möchten wissen, wer die Praxis des Mordens, der Folter, des Waffenhandels und des Kindesmissbrauchs in einem faschistischen Regime unterstützte. Darum haben wir die Aufarbeitung der Angelegenheit beantragt.“

Marie-Luise Streng von der FUW ergänzt: „Gerade als Christin bin ich besonders betroffen, wenn solche ungeheuer bösartigen Taten im Namen des Christentums begangen werden. Erst in diesem Jahr wurde der Arzt der Sekte verurteilt. Der Horror fand erst in den 1990er Jahren ein Ende. Die Aufarbeitung im Kreis ist jedoch nicht einmal begonnen worden. Nun wird es Zeit, dass wir uns unserer Verantwortung stellen.“

Antrag Aufarbeitung Colonia Dignidad