Laut Bundeskartellamt haben der Generalanzeiger und die Rundschau illegale Absprachen zur Reduzierung des Zeitungsangebots umgesetzt

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Aus dem Bericht des Bundeskartellamtes:
„Ausdrücklich vereinbart wurde die Reduktion lokaler Textangebote der „Bonner  Rundschau“ von DuMont in Bonn und im südlichen rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis (Königswinter und Bad Honnef sowie linksrheinische Ausgaben/ohne Euskirchen). Ebenfalls wurde vereinbart, dass zeitgleich eine Reduktion des lokalen redaktionellen Angebots des Bonner General-Anzeigers nördlich und östlich von Siegburg stattfindet, wo der „Rhein-Sieg-Anzeiger“ und die „Rhein-Sieg-Rundschau“ von DuMont eine stärkere Marktposition hatten.

Diese Vereinbarung wurde auch tatsächlich umgesetzt. So stellte die DuMont-Mediengruppe zum 30. April 2005 die Ausgaben „Ahrweiler“ und „Bonn Stadt“ der Bonner Rundschau ein, d.h. die beiden Lokalredaktionen wurden mit der Folge geschlossen, dass die Berichterstattung über lokale Themen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erfolgt. Im Frühjahr 2006 reduzierte die Gruppe Bonner General-Anzeiger ihr Angebot nördlich und östlich von Siegburg. Dies geschah dadurch, dass sie die frühmorgendliche Zustellung des Bonner General-Anzeigers durch Boten einstellte und nur noch – in der Regel zu einem späteren Tageszeitpunkt – per Post zustellte.
Zudem reduzierte der General-Anzeiger den Umfang seines Lokalteils in den fraglichen Gebieten, d.h. die Seitenzahlen des lokalen Angebots und damit auch die Breite und Tiefe der lokalen Berichterstattung wurden „zurückgefahren“.“

Der gesamte Bericht ist hier zu finden:
Bußgeldverfahren gegen Presseverlage