Fraktion DIE LINKE Rhein-Sieg und Gruppe FUW/Piraten sehen die Schulen im Rhein-Sieg-Kreis für den Schulunterricht unvorbereitet

Michael Otter
Michael Otter

Die Fraktion DIE LINKE Rhein-Sieg und die Gruppe FUW/Piraten sehen die Schulen im Rhein-Sieg-Kreis zum geplanten Starttermin am 23.04.2020 zur teilweisen Wiederaufnahme des Unterrichts als nicht vorbereitet.
Nach übereinstimmenden Berichten aus Schulen des Rhein-Sieg-Kreises gibt es zwar Planungen zu organisatorischen Maßnahmen, es fehlen aber Masken und Desinfektionsmittel. In vielen Schulen fehlen selbst Seife und heißes Wasser. Die Belüftung der Räume ist in einigen Schulen wegen Baumängeln nicht vollständig gewährleistet. Verzögerungen bei der Bauinstandsetzung, beispielsweise bei der Reparatur von Fenstern, sind die Ursache für das Problem der Belüftung. Unklar ist der Transport und die Verpflegung der Schüler.  

Die Fraktion DIE LINKE Rhein-Sieg und die Gruppe FUW/Piraten haben dazu eine Anfrage an den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, als obersten Dienstherrn des Gesundheitsamtes für den Rhein-Sieg-Kreis gestellt.  

Dazu der Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Michael Otter: „Obwohl das Problem seit Wochen bekannt ist, sind keine Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Schulunterrichts unternommen worden. Die erhoffte Lockerung der Schutzmaßnahmen versinkt durch Schnellschüsse der Landesregierung im Chaos.“  

Aktuell hat die Bezirksregierung Köln am Freitagabend auf Veranlassung der Landesregierung angewiesen, dass die Schüler des 10. Jahrgangs nun doch zum Präsenzunterricht verpflichtet werden. Ursprünglich sollte der Präsenzunterricht für alle Schüler der betroffenen Jahrgänge freiwillig sein. „Die Öffnung in kleinen Schritten geriert zum wilden Rumgehopse“, ergänzt Michael Otter.  

Maria-Luise Streng, FUW Piraten erklärt: „Es geht um die Gesundheit unserer Kinder und der Lehrkräfte, die es zu schützen gilt. Dem Ziel der Gesundheit aller sollte der Landrat verpflichtet sein.“

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