Ein Schlag ins Gesicht

Keine Mittel habe der Kreishaushalt zur Verfügung, um sozialen Initiativen
wie den Tafeln die Müllgebühren zu erlassen. Dies teilte Landrat Schuster
in einem Schreiben vom 07.11.2016 der Linksfraktion und der Gruppe
FUW-PIRATEN mit. Vorausgegangen war eine diesbezügliche Anfrage.

„Es ist schon bedauerlich“, so Anja Moersch Kreistagsabgeordnete der PIRATEN und Mitglied im Verwaltungsrat der RSAG, „wenn bei einem Haushaltsvolumen von rund 640 Millionen Euro nicht einmal so viel Geld zur Verfügung steht, um Tafeln und andere soziale Einrichtungen von den Müllgebühren zu befreien.“

„Es zeigt aber auch, welchen Stellenwert die Koalition aus CDU und Grünen
dem Sozialen einräumt. In der Regel ist dafür kein Geld da. Es ist ein Schlag ins Gesicht der ehrenamtlichen HelferInnen, sie werden regelrecht vor dem Kopf gestoßen, ihre Hilfe wird damit abgewertet. Ganz anders sieht es aus, wenn es etwas zu feiern gibt. Sei es der Prinzenempfang oder das Beethoven-Jubiläum, in solchen Fällen scheitert es so gut wie nie am Geld.“, ergänzt Michael Droste, sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Kreistag.

Anfrage Tafeln Muellgebuehren