Breitbandausbau – was tun, wenn die offizielle Bandbreite gar nicht erreicht wird?

Beispielbild: Internetrouter
Beispielbild: Internetrouter

Auf unseren Artikel „Breitbandausbau – endlich geht es voran“ gab es einige Reaktionen, vor allem in den sozialen Netzwerken. Einige Kommentatoren haben sich darüber beschwert, dass bei Ihnen vor Ort nicht ausgebaut würde, weil die Gegend als ausreichend versorgt gelte, dies aber tatsächlich nicht der Fall sei.

Dazu ein Tipp: Anwohner eines Gebietes, etwa einer Strasse oder eines Dorfes, können sich verabreden die kostenlose Breitbandmesssung der Bundesnetzagentur durchzuführen (https://breitbandmessung.de/).

Die Messergebnisse gehen anonymisiert an die Bundesnetzagentur und fließen in deren Datenbestand ein. Sollten die ermittelten Ergebnisse, also die tatsächlich verfügbare Bandbreite, niedriger sein, als dies nach den offiziellen Angaben der Fall sein sollte, macht es Sinn den Bürgermeister sowie die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises zu informieren und darum zu bitten, hier für Abhilfe zu sorgen. Ob das im Zuge des derzeit Laufenden Ausbaus noch möglich ist, lässt sich wohl nur im Einzelfall entscheiden, ist aber eher unwahrscheinlich. Aber selbst, wenn nicht, ist die Meldung sinnvoll, damit die theoretisch hinterlegten Zahlen mit den realen verglichen werden können.

Außerdem macht es natürlich Sinn, sich an den jeweiligen Netzbetreiber zu wenden und auf die Ergebnisse hinzuweisen. In der Regel steht in den Verträgen jedoch keine garantierte Geschindigkeit, sondern nur ein „bis zu…“.

Auf der Webseite https://www.breitband-monitor.de lassen sich im Übrigen die Ergebnisse bereits erfolgter Messungen abrufen und auf einer Karte darstellen. In einigen Gebieten sind allerdings nur wenige Messergebnisse vorhanden, dort sind die Ergebnisse dementsprechend wenig aussagefähig.

Selbstverständlich kann jeder die Messung auch alleine durchführen, also ohne sich mit den Nachbarn abzusprechen. Besonderes Gewicht bekommen aber die Gebiete in denen eine ausreichende Datenbasis vorliegt.

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