Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis: Die Verträge sind noch gar nicht unterschrieben

Beispielbild: Internetrouter
Beispielbild: Internetrouter

Viele Menschen im Rhein-Sieg-Kreis müssen noch immer viel zu langsame Internetverbindungen nutzen.Darum war die Freude groß, als es hieß, nun nimmt der Kreis das in die Hand, es wird endlich ausgebaut. Dass die Ausschreibung dann gestoppt, und nach Verzögerung neu gestartet werden musste, weil der Anschluss der Schulen mit einbezogen wurde, strapazierte dann schon die Geduld der Wartenden.

Hier aber war der Kreis unschuldig, es lag einfach daran, dass die Fördermittel für die Schulen erst ziemlich spät auf den Weg gebracht wurden.

Nun wurde immer mitgeteilt, dass die Bauarbeiten nach zwei Jahren beendet seien, dann stünden die Anschlüsse den Haushalten zur Verfügung. Darum haben LINKE, FUW und PIRATEN bereits Ende Januar 2019 angefragt, wann denn welche Strassen mit dem Anschluss an die verbesserten Verbindungen rechnen könnten. Wie auf der unten angefügten Antwort der Kreisverwaltung hervorgeht, konnte dies noch nicht beantwortet werden. Deshalb haben wir seinerzeit auf die Veröffentlichung der Antwort verzichtet.

Als Mitte Juni 2019 im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus jedoch berichtet wurde, dass diese Informationen immer noch nicht vorlägen und das die Verträge noch gar nicht unterzeichnet seien, hat uns das sehr verwundert. Denn die Aussage, dass die Anschlüsse nach zwei Jahren zur Verfügung stünden, bezog sich immer auf das Datum der Vertragsabschlüsse. Da die Verträge noch gar nicht unterschrieben wurden, laufen die zwei Jahre auch noch nicht.

Das der erste Spatenstich schon am 30.04.2019 erfolgte liegt daran, dass die Telekommunikationsunternehmen den vorzeitigen Baubeginn beantragt und genehmigt bekommen haben.

Da der Rhein-Sieg-Kreis zu den ersten Kreis in NRW gehörte, der auf die Förderung des Bundes zurück gegriffen hat, basiert der Ausbau auch noch auf die damaligen Förderbedingungen. Seinerzeit wurde (auch) noch auf den Ausbau der Kupfertechnologie gesetzt. Mittlerweile hat sich auch bei der Bundesregierung herumgesprochen, dass alleine der Ausbau mit Glasfaser als zukunftsweisend gilt.

Nun bietet das zuständige Ministerium an, bestehende Projekte upzugraden. Siehe hier. Wir bereiten deshalb eine Anfrage vor, ob dies in unserem Fall möglich ist, ohne weitere Verzögerungen in Kauf zu nehmen.

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