Antrag: Kreis soll Leiharbeiter fest anstellen

Ludgera Decking, Chefin der RSAG, Salär 2015: 192.000,- €

Ludgera Decking, Chefin der RSAG, Salär 2015: 192.000,- €

Während der Chefin der kreiseigenen RSAG im Jahr 2015 192.000,- € aus den Gebühren überwiesen wurden, lässt der Rhein-Sieg-Kreis wiederkehrende Arbeiten gerne mal von Zeitarbeitsunternehmen durchführen. Knapp 100.000,- €, so groß ist das Auftragsvolumen, welches in der Zeit von Ende November 2015 bis Ende März 2016 an Zeitarbeitsfirmen von der Abteilung Gebäudewirtschaft vergeben wurden. In den meisten Fällen handelte es sich um Unterhaltungspflege für Freianlagen . Den Piraten, der FUW sowie den Linken im Kreis ist dies ein Dorn im Auge.

 

„Wir möchten gute Arbeit für alle. Dazu gehört der Verzicht auf gesellschaftsschädliche Leiharbeit. Die Löhne liegen durchschnittlich nur bei 57 Prozent des mittleren Entgelts (Median) aller Beschäftigten. Wir erinnern den Kreis an seine soziale Verantwortung und beantragen Zeitarbeitsverhältnisse in ordentliche Beschäftigung umzuwandeln. Ein Antrag, der zum Ziel hat, dass der Rhein-Sieg-Kreis und seine Gesellschaften komplett auf Zeitarbeit verzichten wird folgen.“, so Andreas Danne, sachkundiger Bürger im Ausschuss für Soziales, Gleichstellung und Integration für DIE LINKE.

Marie-Luise Streng von der FUW ergänzt: „Wir zweifeln generell am Nutzen von Zeitarbeit für den Kreis. Denn was auf der einen Seite gespart werden mag, wird auf der anderen Seite dadurch wieder zunichte gemacht, dass viele Zeitarbeiter als Aufstocker bezuschusst werden müssen. Außerdem ist für viele der Betroffenen zu befürchten, dass sie im Alter Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen.“

Antrag Zeitarbeit umwandeln

Anfrage Zeitarbeit